Das Verbundvorhaben "Referenzsystem für ein vitales Bienenvolk - FIT BEE"

Im Zentrum des Verbundvorhabens unter der Leitung der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim steht das gesunde, vitale Bienenvolk ("FIT BEE"). Mit insgesamt 7 Modulen sollen folgende Aspekte bearbeitet werden:

  • Die Beurteilung von Parametern zur Beschreibung der Vitalität von Bienenvölkern (Definition des Referenzmodells "vitales Bienenvolk")
    Sowohl für die Einzelbiene, das Bienenvolk als auch den Bienenstand werden diejenigen Parameter definiert und quantifiziert, die für die Gesundheit des Bienenvolkes maßgebend sind.
  • Erforschung multifaktorieller Einflüsse auf die Vitalität von Einzelbienen und auf das Bienenvolk
    Die Einflüsse von Krankheiten, Pflanzenschutzmitteln und Ernährungsqualität werden untersucht und dabei ein Versuchsmodell etabliert sowie Diagnosewerkzeuge für die entsprechenden Schadschwellen entwickelt.
  • Erforschung von Bienenkrankheiten
    Für die zwei derzeit wichtigsten Bienenkrankheiten im Zusammenhang mit Bienenverlusten in Deutschland, Varroose und Nosemose, werden neue Bekämpfungs- bzw. Vorbeugungsverfahren entwickelt. Die Untersuchung der Übertragung von Volk zu Volk wird die Entwicklung neuer imkerlicher Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionskette ermöglichen.
  • Untersuchungen zur Bedeutung von landwirtschaftlichen Produktionsverfahren
    Die chronischen und subletalen Einflüsse von Pollenernährung und Pflanzenschutzmitteln werden untersucht. Darüber hinaus werden Verfahren erarbeitet, mit denen eine ausreichende Pollenversorgung sichergestellt und der Eintrag von Pflanzenschutzmitteln ins Bienenvolk reduziert werden kann.

Projektmodule und beteiligte Partner

  • Modul 1: Auswirkungen multifaktorieller Einflüsse auf die Einzelbiene: Ermittlung von Immunfaktoren und Schadensschwellen
    Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen; Bieneninstitut Kirchhain

     
  • Modul 2: Innovative Tools zur Diagnose von Schädigungen durch Pflanzenschutzmitteln und Bienenpathogene beim Lern- und Orientierungsverhalten
    Institut für Bienenkunde Oberursel Polytechnische Gesellschaft; Goethe-Universität Frankfurt am Main

     
  • Modul 3: Erfassung des Pflanzenschutzmitteleintrags ins Bienenvolk über Einzelbienen und Reduktion des Wirkstoffeintrags durch agrotechnische Maßnahme
    Landesamt für Bienenkunde Universität Hohenheim; Lechler GmbH Metzingen; Syngenta AgroGmbH Maintal

     
  • Modul 4: Ausbreitung von Pathogenen zwischen Bienenvölkern und deren Vermeidung durch imkerliche Maßnahmen
    Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Bio-Solutions GmbH Halle/Saale

     
  • Modul 5: Multifaktorielle Einflüsse auf Bienenvölker und GIS-gestütztes Fachinformationssystem
    LAVES Institut für Bienenkunde Celle; IP SYSCON GmbH Hannover
     
  • Modul 6: Auswirkungen des Standortklimas auf Nahrungsverfügbarkeit, Nosema-Befall und Vitalität von Bienenvölkern
    Fachzentrum für Bienen und Imkerei Mayen; Fachzentrum Bienen Veitshöchheim; Interactive Network Communications GmbH Frankfurt/Main
     
  • Modul 7: Entwicklung einer biologischen Bekämpfungsmethode gegen die Varroa-Milbe auf der Basis von Sexualpheromonen
    Universität Hohenheim Landesanstalt für Bienenkunde; InsectServices GmbH Berlin

Zu den Abschlussberichten

logo

 

 

 

 

 

 

Gefördert wurde das von April 2011 bis August 2015 gelaufene Verbundvorhaben aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die Bundesanstalt für Landwirtschaft (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.